Who's Who der Numismatik

Georges Depeyrot

Georges Depeyrot

Professor und Forschungsleiter am Pariser CNRS sowie an der École Normale Supérieure Autor, Verleger und Herausgeber numismatischer Fachliteratur

Georges Depeyrot (*1953) studierte Geschichte auf Lehramt an der Universität Toulouse II (Lehrberechtigung seit 1974), nach zwei weiteren Abschlüssen in Toulouse (Maîtrise des Lettres 1975, DEA 1976) promovierte er 1977 in Toulouse II. Nach einer Tätigkeit als Hilfskraft im Kulturministerium (bis 1981) begann er 1982 an der Universität Toulouse antike Numismatik zu unterrichten. 1982 bis 1985 war er Mitarbeiter am „Centre numismatique E. Babelon“ in Orléans, von 1986 bis 1989 Mitarbeiter bei einem mittelalterlichen Wirtschafts-Projekt in Lille („Économie médiévale, l‘espace européen“). 1989 bis 2010 war er am „Centre de recherches historiques“ in Paris beschäftigt. 1992 habilitierte er sich an der Universität von Besançon und erwarb 1993 eine zusätzliche Qualifikation zur Lehrbefugnis an Universitäten. 1994 bis 1997 unterrichtete er als Privatdozent an der École des Hautes Études en Sciences Sociales. 1998 bis 1999 unterrichtete er als Lehrbeauftragter in Paris.

Parallel nahm er seine Tätigkeit im Verlagswesen auf: 1994 bis 2000 leitete er die Reihe „Collections numismatiques“ beim Verlagshaus Errance-Actes Sud. 1995 gründete er die Edition Moneta (Wetteren), welche er bis heute verlegerisch leitet.

Seit 2010 ist er Mitarbeiter der Forschungseinheit „Archäologie und Philologie des Orients und Okzidents“ an der École Normale Supérieure in Paris. Seit 2012 ist er Forschungsdirektor zweiter Klasse beim nationalen Forschungszentrum CNRS. 

Darüber hinaus ist er für mehrere Forschungsprojekte umfangreich tätig gewesen:
2000-2008 leitete er eine Forschungsgruppe zur armenischen Geschichte - „Monnaies, réseaux, politiques“ (Geld, Netzwerke, Politik); 2004-2006 war er verantwortlich für das französisch-rumänische Forschungsprogramm PICS (Programme Internationale de Coopération Scientifique) über Geld, Wirtschaft und Geschichte. 2007-2010 leitete er das GDRE (Groupement de Recherche Européen / European Research Network) „Trouvailles monétaires“ zu Münzhortfunden, eine Kooperation französischer, polnischer, rumänischer, moldavischer und slowenischer Forschungseinrichtungen. 2009 bis 2010 leitete er in Rumänien und Georgien für das französische Außenministerium das Programm ECO-NET über Münzgeld und die Verteidigung der römischen und byzantinischen Grenzen.

2012 bis 2015 war er Leiter des Forschungsprogramms DAMIN (La Dépréciation de l‘Argent Monétaire et les relations Internationales – Silver monetary depreciation and international relations), im Jahr 2015 war er als Forscher am Institut Louis Bachelier tätig.

Georges Depeyrot absolvierte zahlreiche internationale Forschungsaufenthalte u.a. in den USA, zwischen 2011 und 2015 unterrichtete er als Gastprofessor insgesamt zwei Jahre lang in Japan. Er ist Ehrenmitglied zahlreicher numismatischer Gesellschaften, u.a. in Rumänien und Armenien.

Er betätigt sich regelmäßig in numismatischen Fachgremien und wirkt als Gutachter, z. B. für den österreichischen Wissenschaftsfonds FWF. Seine Publikationsliste ist äußerst umfangreich (derzeit über 500 Einzelartikel und rund 180 Autoren- und Herausgeberschaften von Monographien und Sammelbänden); seine Publikationstätigkeit erstreckt sich über das gesamte Gebiet der Numismatik und Geldgeschichte.

Wenn Sie Georges Depeyrot kontaktieren möchten, können Sie das hier tun. 

Auf academia.edu können Sie eine Auswahl seiner Forschungsbeiträge einsehen.

Informationen über Georges Depeyrot in englischer Sprache finden Sie auf der Seite von IAFOR (International Academic Forum).

Zahlreiche Publikationen von Georges Depeyrot finden Sie auch bei der Digital Library Numis.

Georges Depeyrot ist als Verleger numismatischer und geldhistorischer Bücher tätig, hier geht es zur Verlagsseite von Moneta (Wetteren).

Über sein Buchprojekt zu Münzprägung Armeniens gibt es hier weiterführende Informationen.

Über das Forschungsprojekt zur Silberabwertung im Internationalen Vergleich DAMIN können Sie sich hier informieren.

Weitere Informationen zum Institut Louis Bachelier finden Sie hier.

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