Durch Tsunami freigelegter Goldschatz entdeckt

von Teresa Teklic

3. April 2014 – In einem kleinen Dorf auf der indonesischen Insel Sumatra hat eine Einwohnerin zufällig eine Truhe voller Goldmünzen gefunden. Der Schatz stammt ursprünglich aus dem Grab einer alten Dynastie, das durch den großen Tsunami 2004 zerstört worden war.

Gampong Pande ist ein Dorf im Norden der indonesischen Insel Sumatra, einige Kilometer abseits der größeren Stadt Banda Aceh gelegen. In Gampong Pande ist normalerweise nicht viel los – bis der Ort es letzten November unerwartet in die Schlagzeilen sämtlicher regionaler und einiger internationaler Nachrichten schaffte.

Vergraben unter Sand und Muscheln hatte eine Dorfbewohnerin eine Truhe voller Goldmünzen gefunden, wie die Jakarta Post am 13. November 2013 berichtete. Der Schatz stammt aus einer alten Grabstätte in Banda Aceh, in der Herrscher des Sultanats von Aceh begraben waren und die 2004 während des großen Tsunamis zerstört worden war. Vom 16. Jh. bis zu Beginn des 20. Jh. war das Sultanat von Aceh eine wirtschaftlich und politisch einflussreiche Dynastie im Norden Sumatras gewesen. Seine Hauptstadt Banda Aceh, ehemals Kutujara, etablierte sich außerdem als wichtiges Zentrum islamischer Mystik und Gelehrter.

Die Grabstätte war von Dorfbewohner aus Furcht vor den Geistern der Verstorbenen wohl über längere Zeit gemieden worden. Doch als sich die Nachricht über den Fund verbreitete, schlug die Anziehungskraft des Goldes jegliche Bedenken in den Wind und der Strand war schnell von Schatzsuchern und Goldgräbern bevölkert. Die Entdeckerin der Truhe berichtete den lokalen Behörden von ihrem Fund, die sich daraufhin bemühten den Fundort gegen Plünderer abzusichern und möglichst viele Fundstücke sicherzustellen. Zu diesem Zeitpunkt hatten allerdings die Dorfbewohner schon einen beträchtlichen Anteil des Schatzes gefunden und in Besitz genommen. Nachrichtenberichten zufolge wurden den Ortsansässigen von den Behörden Entschädigung versprochen.

Genaue Schätzungen bezüglich der Größe des Fundes stellten sich in dem allgemeinen Chaos vor Ort als schwierig heraus. Die Bali Post berichtete es sei nicht klar wie viele Münzen in der Truhe gewesen seien, Einwohner schätzten jedoch es seien hunderte. Die Münzen selbst seien etwa knopfgroße (ca. 1 cm Durchmesser) Goldmünzen und trügen arabische Schriftzüge.

Es gibt leider bisher keine deutschsprachigen Nachrichtenberichte zu dem Thema, aber wenn Sie mehr über den Fund lesen und Fotos der Münzen sehen möchten, schauen Sie doch in diese Artikel der Daily Mail und der Jakarta Post.

Außerdem berichtete ausführlich Numismaster.

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